Woche der Armut – Aktion und Spendensammlung in Bruchsaler Fußgängerzone

29.10.2026

Bei einer gemeinsamen Aktion von AWO, Caritasverband Bruchsal, Diakonie im Landkreis Karlsruhe, Tageselternverein Bruchsal und Tafel Bruchsal zum Thema Armut hatten die Beteiligten am 28. Oktober eine ganz besondere Präsentation, den Bürokratieaufwand für armutsbedrohte Menschen zu verdeutlichen. 

Menschenkette Fußgängerzone Bruchsal zur Woche der Armut
Die Vertreter*innen der Verbände rollten in der Bruchsaler Fußgängerzone zusammengeheftete Antragsformulare aus, welche von Alleinerziehenden mit zwei Kindern bisweilen zur Existenzsicherung ausgefüllt werden müssen. Darunter waren Anträge für Kindergeld, Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Grundsicherung etc. Die Kolleginnen und Kollegen zeigten damit eindrucksvoll, bis zu welcher Länge sich diese aufreihen können.
 
Parallel dazu konnten an einem Stand haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Tiernahrung und Schulsachen wie Hefte, Blöcke, Stifte etc. für Kunden der Tafel Bruchsal und den Sozialen Zaun der AWO abgegeben werden.
 
Die Armut von jungen Menschen und Kindern bleibt oft unsichtbar und findet in Öffentlichkeit und Politik zu wenig Beachtung, da sie in einer alternden Gesellschaft eine Minderheit ist, obwohl der prozentuale Anteil mit 25% bei den unter 18-Jährigen und 20% bei den 18- bis 25-Jährigen deutlich höher liegt als die Armutsbetroffenheit älterer Menschen.
 
Die Folgen von Junger Armut sind Scham, Ausschluss von kultureller und sozialer Teilhabe sowie geringere Bildungschancen. Mit der Armutsaktion 2026 sollte hierfür sensibilisiert, ins Gespräch gekommen und Spenden gesammelt werden.