E-Rikscha-Ausfahrten für Ettlinger Senior:innen aus den Stephanus-Stiften

16.07.2025

Seit ungefähr zwei Monaten fährt der Ettlinger Martin Kissel ehrenamtlich Bewohnerinnen und Bewohner der Stephanus-Stifte am Robberg und am Stadtgarten in Ettlingen mit der E-Rikscha spazieren. Mit der Idee der sogenannten „RadelZeit“, die auf seinen Erfahrungen mit eigenen Angehörigen in Altenheimen basiert, kam er im Herbst 2024 auf die Diakonie in Ettlingen zu.

„Durch die Ausfahrten in der E-Rikscha haben Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen, die z.B. mobil eingeschränkt sind oder nicht mehr allein nach draußen können, die Möglichkeit, mal wieder in die Stadt, in den Horbachpark oder an die Alb zu kommen“, erklärt Martin Kissel die Idee. „RadelZeit bedeutet Abwechslung, Austausch und Begegnung an der frischen Luft. Für die Menschen aus den Einrichtungen ist es eine positive und schöne Abwechslung.“

Das Projekt „RadelZeit“ kam auch bei Diakonie und Stephanus Stift gut an. Im April 2025 wurde eine holländische E-Rikscha im Wert von 11.000 Euro erworben. Knapp die Hälfte davon ist inzwischen über Spendengelder finanziert. Einmal pro Woche ist Martin Kissel in jedem Stift und bietet zwei Stunden lang Ausfahrten durch Ettlingen an. „Die Wartelisten sind bereits gut gefüllt und die Bewohner freuen sich immer sehr, wenn sie an die Reihe kommen“, erzählt Mirjana Bulut, Pflegedienstleiterin des Stephanus-Stifts am Robberg.

Und Beate Rashedi von der Diakonie Ettlingen ergänzt: „Wir sind bereits auf der Suche nach weiteren radbegeisterten Menschen, die sich vorstellen können, Martin Kissel zu unterstützen und ehrenamtlich Ausfahrten zu übernehmen, natürlich nach einer umfangreichen Einweisung in die E-Rikscha!“

Interessierte am Ehrenamt können sich melden unter 07243 5495-0 oder ettlingen@diakonie-laka.de. Wer für die Finanzierung der E-Rikscha spenden möchte, kann dies auf folgendes Konto tun: Diakonisches Werk im Landkreis Karlsruhe, Evangelische Bank eG, DE43 5206 0410 0000 5100 33, Stichwort: RadelZeit
 
Foto: Martin Kissel, Beate Rashedi (Diakonie, Mitte), Mirjana Bulut (Stephanus Stift, rechts) und Bewohner:innen